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Ehemalige aus dem Kalmenhof Berichten

Guten Tag Herr Heinz Schreyer,   1960, begann auch für mich das Heimleben auf dem Kalmenhof, was mich bis heute noch Jahr für Jahr immer wieder beschäftigt. Besonders wenn um  Misshandlungen vieler Kinder in der ganze Welt geht besonders Kinderarbeit die ich auch auf Kalmenhof erfahren musste – z.B. auf Hof Gassenbach. Wie viele andere Kinder zur Zeit 1960 – 1978 musste auch ich viele Schikanen mir gefallen lassen. Besonders hatte man mich wegen meiner epileptischen Anfällen, unter der ich heute noch leide besonders durch meine hohen Blutdruckwerte, schikaniert.   Es gibt noch vieles zu erzählen, zunächst aber würde ich gerne erst mal mit Ihnen Heinz Schreyer, in Kontakt treten. Noch zum Schluss: In meinen Hintergedanke glaube ich das wir uns kennen auch ich war in Bubenhaus. Wenn man Hinten auf dem Hof schaute konnte man den Hexenturm sehen. Das letzte male war ich 1998 in Idstein gewesen. Ich würde mich sehr freuen wenn Sie Heinz Schreyer, mir in Kürze schreiben würden.  Mit freundlichen Grüßen B.B.  --------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Sehr geehrter Herr Schreyer,

ich war von Anfang Februar bis Ende April 1966 im Kalmenhof als "Auszubildender" (Praktikant) tätig. Ich (und noch weitere Männer und eine Frau) sollte für die Erziehungsarbeit im Landeswohlfahrtsverband Hessen ausgebildet werden. Ich war damals 21 Jahre alt, kam von München und war von den "pädagogischen Maßnahmen" (!) entsetzt. Als wir Neuen durch das Haus geführt wurden, zeigte uns ein (älterer, kräftiger Erzieher) wie man mit einem renitenten Buben umzugehen hat, der gerade was angestellt hatte (was, daran kann ich mich nicht mehr erinnern). Jedenfalls hielt er den Jungen, der sich nackt ausziehen musste, unter die kalte Dusche.
So wollte ich nicht erziehen, zumal ich ja schon "antiautoritär" angehaucht war. Ich wollte "freier" erziehen. Doch damit bekam ich große Schwierigkeiten, besonders mit dem damaligen Direktor, der Göschl hieß. Er stellte mich zur Rede, weil ich die Buben, ich arbeitete im sog. Bubenhaus, während der Spaziergänge durch Idstein und seine Umgebung frei um herlaufen ließ. Er stellte mich zur Rede, worauf ich ihm ein "diktatorisches" Verhalten vorwarf. Daraufhin wurde ich in das Direktoren zimmer zitiert. Neben Göschl war noch ein Heilpädagoge (dessen Namen ich vergessen habe) und die Psychologin des Hauses (die erst wenige Wochen angestellt war) anwesend. Göschl meinte, dass ich mich entschuldigen müsste. Das tat ich nicht. Und so steht noch heute in meinem Zeugnis, von Göschl unterschrieben: "Herr XXXX übte positive Kritik im Bereich der Arbeit, war aber positiver Kritik, die seiner Person galt, nicht oder nur bedingt zugänglich - was unsererseits auf seine noch nicht abgeschlossene Persönlichkeitsentwicklung zurückzuführen ist" (geschrieben am 12. Mai 1966). Im Vertrauen riet mir die Psychologin, mich um eine anderweitige sozialpädagogische Ausbildung zu bemühen, da sie die "heim interne Ausbildung" in Idstein als unqualifiziert ansah. Dieser Ratschlag war für mich entscheidend, der meinen beruflichen Werdegang beeinflusste.
Ich habe noch einige Fotos vom damaligen Bubenhaus.

Für Ihren weiteren Lebensweg, alles Liebe und Gute


hallo heinz.

habe heute die Geschichten von
deiner Mutter und dir gelesen.
in den Jahren 1956-1958 war ich
auch in Idstein untergebracht.
in dieser zeit erlernte ich den
Beruf als Schreinermeister Mutter
begegnete ich ab und zu auf dem Gelände des kalmenhofs. es war eine große Frau (einen Kopf größer) wie ich es damals war.

viele grüße und alles gute
P.X.
Hallo Heinz
Ja, den Kindern vom Kalmenhof wurde das ganze Leben gestohlen, auch mein Vater und sein Halbnruder waren dort, die Erlebnisse dort waren so schlimm, dass Vater nie darüber sprach, habe durch Oma und Tante erfahren dass er unter anderen mitansehen musste wie sein Halbbruder Erhard die Todesspritze bekam und langsam darab starb, sein Todeskampf soll 2 Tage gedauert haben...
Für all dieses Leid dass diese Kinder erfahren mussten gibt es keine Entschuldigung und keine Entschädigung die diese verwundeten Seelen heilen könnte, deswegen hat der LWV wohl darauf verzichtet
grüße D.A.